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Termine Monat Februar

in der Ev. Kreuzkirchengemeinde

Jens-Christan Nehme: „Ich hab´noch einen Koffer hier in Kreuz“

Oft schon war es fast so weit. Nun ist es tatsächlich so. Wenn diese Zeilen gedruckt werden, habe ich die Kreuzkirchengemeinde inoffiziell bereits verlassen und arbeite in der Petrus-Gemeinde.

Impressum

Kirchenfenster

Kirchenfenster

 

Das linke Fenster

Im oberen Teil, in der Rosette, erkennen wir Eva, die Adam eine rote Frucht reicht. Um den Baum der Erkenntnis windet sich die Schlange, das Urbild des Bösen. Sie hat es erreicht, dass aus dem einfältigen Vertrauen auf Gott das Misstrauen wurde. Dieses Misstrauen sondert den Menschen von Gott, er lebt in der Sünde.

Die linke Hälfte des Fensters unter der Rosette zeigt den brennenden Dornbusch in der Wüste. Es heißt: Mose wundert sich, dass er nicht verlöscht. Wir befinden uns an dem Ort, an welchem sich Gott offenbart und Moses zum Erretter seines in Ägypten geknechteten Volkes beruft.

Jahre später schließt Gott mit Israel einen Bund: „Ich will euer Gott und ihr sollt mein Volk sein.“ Die rechte Hälfte des Fensters zeigt Mose mit den Tafeln. Auf ihm liegt der Glanz Gottes, sodass die Menschen vor ihm in die Knie gehen. Und doch ist sein Volk immer wieder schuldig geworden. Schon die Risse in den Gebotstafeln erzählen davon.  

Kirchenfenster  

Das halblinke Fenster

Im Mittelteil sehen wir den Jesus am Kreuz. Er hat sterbend den Kopf zur Seite geneigt. Die dunklen Blautöne des Hintergrundes erinnern an die Finsternis, die während der Kreuzigung drei Stunden lang über dem Lande lag. Oben am Kreuz auf der Tafel lesen wir die Buchstaben INRI = Jesus, Nazarener, König (latein. Rex) der Juden. Rechts unter dem Kreuz sehen wir Maria, die Mutter Jesu, links seinen Jünger Johannes, der den Auftrag bekommt, die Mutter des Herren in sein Haus aufzunehmen. Beide Gestalten stehen betend am Kreuz.

Darunter ist die Grablegung Jesu dargestellt. Maria und Johannes sind wieder zu erkennen. Ihre Gesichter drücken tiefsten Schmerz aus. Der Leichnam Jesu wird von zwei Männern getragen: Am Kopfende ein älterer Mann mit Bart. Es ist Nikodemus, ein Gelehrter und Ratsherr der Juden, der Jesus einmal bei Nacht besucht hatte, um mit ihm über den Glauben zu sprechen. Am Fußende ist Josef von Arimathia zu sehen, ein vornehm gekleideter jüngerer Mann. Er hatte sein eigenes Grab für die Beisetzung zur Verfügung gestellt. Im oberen Teil des Fensters, in der Rose, sehen wir Ranken und Trauben eines Weinstocks und eine Sonne. Hier wird uns die Deutung des Todes Jesu gegeben: Er ist für uns gestorben. Im Wein des Abendmahls empfangen wir sein Blut, das er für uns vergossen hat. Zugleich ist er für uns zur Sonne geworden, deren Strahlen in unsere Finsternis hineinleuchten.   

Kirchenfenster  

Das mittlere Fenster

Dieses Fenster zeigt drei Szenen aus der biblischen Geschichte. Der untere Teil stellt das Totenreich dar, in welchem Finsternis herrscht. Im Vordergrund erblickt man einen Engel, mit Schwert und Schild bewaffnet. An seiner Seite schweben je zwei Engel mit Posaunen. Hier ist offensichtlich mit künstlerischer Freiheit eine uns wenig bekannte Bibelstelle gestaltet worden. Im 1. Petrusbrief heißt es, dass auch den Toten das Evangelium verkündigt werden wird. Die dargestellten Engel leiten über zum Mittelpunkt des Bildes auf dem Jesus Christus als Richter zu sehen ist. Nach der Vorstellung der frühen Christenheit rufen die Posaunen zum jüngsten Gericht, in welchem das Schild zum Schutze der Seligen, das Schwert zu Strafe der Verdammten dienen sollen.

Sicher nicht zufällig hat der Künstler die Gestalt Jesu Christi über die Werkzeuge des Gerichtes gesetzt. Ihm allein steht das endgültige Urteil zu. Ebenso bewusst lässt er den Herrn im Königsmantel thronend - dennoch die Dornenkrone tragen. Ein König der Gnade wird über uns richten. Im oberen Teil des Fensters erscheint eine mittelalterliche Stadt mit Mauern und Türmen. Rings um diese Stadt erblicken wir Gesichter von Männern und Frauen. Sie alle tragen den Glorienschein.  

Kirchenfenster  

Das halbrechte Fenster

Im unteren Teil sehen wir drei Frauen in Trauerkleidung am Grabe Jesu. Es heißt, dass Maria, die Mutter des Jakobus, Maria Magdalena und Salome zum Grab kamen, um den Leichnam Jesu zu salben. Als sie überrascht das Grab offen finden und hinein gehen, begegnet ihnen ein Engel. Der Künstler hat diese Gestalt durch Flügel und in der Farbe verändert: Der Bote Gottes deutet den erschrockenen Frauen das Geschehen. Mit der einen Hand zeigt er auf den Boden: „Siehe da die Stätte, da sie hinlegten.“ Mit der anderen Hand weist er nach oben: „Ihr suchet Jesus von Nazareth, den Gekreuzigtem; er ist auferstanden und ist nicht hier.“

Das mittlere Bild stellt die Himmelfahrt Jesu dar. Sein Gesicht ist nach oben gewandt, die Arme sind ausgebreitet, als wollte er sagen: „Vater, es ist alles nach deinem Willen vollbracht.“ So wird hier das gegenüberliegende Kreuzigungsfenster ergänzt. Der Vater hat sich in der Auferweckung des Sohnes zum Gekreuzigten bekannt, sein Sterben war kein Scheitern, sondern der Sieg über Sünde und Tod.

Der Weggang Jesu ist kein trauriger Abschied von den Jüngern: „Es ist gut für euch, dass ich fortgehe, denn sonst wird der Stellvertreter nicht zu euch kommen“ (Joh. 16, 7). Der Heiligen Geist sehen wir im oberen Teil des Fensters in der Taube dargestellt. Auf ihn laufen die Strahlen zu, auf ihn zielt die Geschichte von der Himmelfahrt Jesu. Jetzt ist Gott in einem „neuen Bund“ erfahrbar, jetzt ist sein Wille, die Liebe, mit einem „neuen Herzen“ erfüllbar.  

Kirchenfenster  

Das rechte Fenster

In der Rosette finden wir Noah mit der Taube. Noah hat auf den Befehl Gottes hin die Arche auf trockenem Land gebaut. Die Leute verspotteten ihn, dann aber ertranken sie in der Flut, die Gott schickte. Nur Noah und seine Familie, sowie die Tiere in der Arche überlebten. Noah sitzt auf dem Vorderteil des Schiffes, von Wellen umgeben. Sobald die Wasser sich verlaufen, lässt Noah eine Taube fliegen. Sie kommt einmal ohne Ergebnis, zum anderen Mal mit einem Ölzweig im Schnabel zurück. Die Erde begrünt sich wieder, Gott hat Frieden gemacht, als Zeichen setzte er den Regenbogen an den Himmel.

Der Hauptteil des Fensters zeigt uns die Opferung Isaaks. „Nimm deinen Einzigen Sohn, den du lieb hast, und opfere ...“ verlangte Gott von Abraham. Dieser fügt sich in den Befehl Gottes, der ihm unbegreiflich erscheinen musste, denn dieser hatte ihm große Nachkommenschaft verheißen und darin den Segen für alle Völker. In seinem Herzen hat Abraham sich von Isaak gelöst, als er die Hand zum Töten anhob. Gott fiel ihm in den Arm. Ein Engel unterbricht den Opferakt. „Nun weiß ich, dass du Gott fürchtest.“ Zwei Tauben erscheinen als Friedensboten Gottes. Der Engel zeigt auf ein Lamm, das sich im Dorngebüsch verfangen hat. Dieses stirbt dann den Opfertod an Isaaks statt und ist damit ein Hinweis auf Jesus: „Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt.“ Der unbegreifliche Gott vollzieht das Opfer, das vor dem Abraham bewahrt blieb. Er gibt seinen einzigen Sohn, den er lieb hat, in den Tod ans Kreuz. Das geschieht für uns: So sehr hat Gott die Welt geliebt.