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Termine Monat Februar

in der Ev. Kreuzkirchengemeinde

Jens-Christan Nehme: „Ich hab´noch einen Koffer hier in Kreuz“

Oft schon war es fast so weit. Nun ist es tatsächlich so. Wenn diese Zeilen gedruckt werden, habe ich die Kreuzkirchengemeinde inoffiziell bereits verlassen und arbeite in der Petrus-Gemeinde.

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Die Orgelrenovierung

In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Orgelrenovierung. Die Informationen sind chronologisch angeordnet. Björn Pfadenhauer bringt uns immer wieder auf den aktuellen Stand!

Letzte Aktualisierung:
17.01.2011

Spendenstand im Januar 2011:
87.166,26


Zur Zeit ihrer Erbauung im Jahr 1877, war die Orgel der Kreuzkirche ein Instrument, das in der Tradition der deutschen Romantik stand. In diesem Geist wurde die von der Firma Johann Friedrich Schulze & Söhne gefertigte Orgel im Jahr 1902 durch weltweit berühmte Orgelbaufirma Walcker aus Ludwigsburg erweitert. Weitere Umbauten der Orgel in den Jahren 1954 und 1979 folgten. Die Orgel der Kreuzkirche ist heute eines der historisch wertvollsten Instrumente der Stadt Herne. In den vergangenen Jahren war der Zustand der Orgel sehr beklagenswert. Die Mechanik der Orgel musste nach dreißig Jahren nachreguliert werden. Zudem war das Instrument dermaßen stark verschmutzt – gerade auch nach der Kirchenrenovierung – dass es nicht mehr stimmbar war. Einige Register konnten nicht mehr benutzt werden. Eine Generalüberholung war deshalb dringend notwendig. Zugleich sollte der historische Pfeifenbestand des Instrumentes wieder mehr gewürdigt werden, weshalb auch eine Reorganisation der Orgel und damit ein teilweiser
Rückbau der Umbauten von 1954 und 1979 angestrebt wurde. Ein erheblicher Teil der Register der Orgelbauer Schulze und Walcker soll in ihrer ursprünglichen Gestalt wiederhergestellt werden.
An dieser Stelle erhalten Sie in den kommenden Wochen weitere Informationen über den Stand der Orgelrenovierung.
BP 01.05.2010

Am 10. Mai 2010 haben nun die lange geplanten Arbeiten an der Orgel begonnen. Ausgeführt wird die Restaurierungsmaßnahme von der der Firma Schumacher aus Baelen in Belgien in Kooperation mit dem Kölner Orgelbauer Björn-Daniel Reich. 
BP 10.05.2010

Inzwischen ist ein Großteil der historischen Orgelregister zum Umbau nach Belgien abtransportiert worden. Die in der Kirche verbliebenen Orgelteile werden derzeit ausgereinigt.
BP 21.06.2010

In den 1950er und den 1970er Jahren wurden Pfeifen – die nach damaliger Auffassung überflüssig waren – verschenkt und verkauft. Einige Gemeindeglieder sind nun der Aufforderung nachgekommen, diese Pfeifen wieder zurückzubringen. Ein Großteil dieses verloren geglaubten Pfeifenmaterials kann nun wieder in die Orgel eingebaut werden (insbesondere Pfeifen der ursprünglichen Hauptwerksregister Trompete 8' und Gambe 8' von Walcker aus dem Jahr 1902). Dies führt allerdings dazu, dass die ursprüngliche Dispositionsplanung (glücklicherweise) nun an zwei Stellen korrigiert werden muss, weil die Berücksichtigung des Einbaues der historischen Substanz für das Presbyterium hohe Priorität besitzt.
In der nächsten Woche kann diese korrigierte Disposition hier veröffentlicht werden.
BP 25.06.2010

Der neue Winderzeuger (Orgelmotor) steht nun in der Orgel und wurde heute vom Elektriker angeschlossen. Der Winderzeuger steht nun im hinteren Teil des Hauptgehäuses und wird in den nächsten Tagen von Björn-Daniel Reich an den Schwimmerbalg angeschlossen.

Bisher stand der Winderzeuger im Turmraum hinter der Orgel. Der alte Aufstellungsort war deshalb ungünstig, weil der Motor die Luft nicht aus dem Inneren der Kirche, sondern aus dem Turmraum ansog, was insbesondere im Winter dazu führte, dass die Temperaturunterschiede sowie die unterschiedlich hohe Luftfeuchtigkeit der kalten Turmluft und der geheizten Kirchenluft, Windladen sowie Pfeifenmaterial stark strapazierten. Dieses Problem besteht zukünftig nicht mehr.
BP 28.06.2010

Heute wurde die Disposition der Orgel neu festgelegt. Sie lautet nun wie folgt:

Rückpositiv

Hauptwerk

Schwellwerk

Pedal

Gemshorn 8' (W)

Bordun 16' (S)

Liebl. Gedackt 16' (S)

Prinzipal 16' (W)

Liebl. Gedackt 8' (S)

Prinzipal 8' (B)

Geigenprinzipal 8' (W)

Subbass 16' (S)

Prinzipal 4' (B)

Hohlflöte 8' (S)

Salicional 8' (S)

Oktavbass8' (S & neu)

Gedackt 4' (S)

Gambe 8' (teilw. W)

Voix céleste 8' (W)

Violoncello 8' (neu & W)

Oktave 2'

Oktave 4' (S&B)

Oktave 4' (W)

Gedacktbass 8' (S)

Flöte 2'

Rohrflöte 4' (W)

Fluite harmonique 4' (W)

Choralbass 4' (W)

Sesquialter II (R)

Quinte 2 2/3' (S)

Viola 4' (S)

Posaune 16' (S)

Quinte 1 1/3 (Vorabzug)

Oktave 2' (S)

Harmonia aetheria III (W)

Trompete 8'

Zimbel III 1' (R)

Mixtur IV 2' (R)

Oboe 8' (W)

Clairon 4' (R)

Dulzian 8' (R)

Trompete 8’ (teilw. W)

Tremulant

 

Tremulant

 

 

2 Manualkoppeln

 

 

 

3 Pedalkoppeln

 

S= Schulze 1877; W=Walcker 1902; R=Raupach 1954; B=Becker; die nicht gekennzeichnet Register sind neue (historische) bzw. im Stile Walckers rekonstruierte Register.
BP 30.06.2010

Zurzeit wird der Schwimmerbalg neu beledert. Anfang der kommenden Woche wird der Balg wieder in die Orgel eingebaut und dann auch an den neuen Winderzeuger angeschlossen. Der Winddruck der Orgel soll heraufgesetzt werden; er soll sich – soweit möglich – dem der Walcker-Orgel von 1902 annähern. Das erste restaurierte Register wurde inzwischen aus der Orgelbauwerkstatt in Belgien zurück nach Herne gebracht. Es steht noch auf der Empore und wird der nächsten Zeit eingebaut. Die Urlaubszeit beginnt auch für die Orgelbauer, sodass in den nächsten Wochen die Fortschritte kleiner ausfallen werden.
BP 07.07.2010

Bis Anfang August ruhen die Arbeiten vor Ort in der Kirche. Zurzeit werden in Belgien weitere Register umgebaut. Alle Arbeiten laufen nach Plan.
Die Orgel soll am 1. Advent in einem Festgottesdienst wieder eingeweiht werden.
BP 20.07.2010


Ein Teil der um- bzw. zurückgebauten Register kommt in dieser Woche aus der Orgelbauwerkstatt in Belgien zurück nach Herne. Die Register werden in den kommenden Tagen (und Wochen) wieder in die Orgel eingebaut. Zuvor wird der Schwellkasten des Schwellwerks von innen zusätzlich verkleidet, um die Wände insgesamt ‚dicker’ zu machen und damit größere dynamische Möglichkeiten zu erhalten. Der Schwellkasten wurde inzwischen auch nach oben hin erweitert, damit die ‚langen’ Streicher auch den nötigen Platz nach oben bekommen. BP 02.08.2010

Der Orgelbauer hat inzwischen zwei Kameras an der Orgel montiert und einen Monitor am Spieltisch installiert. Nun ist es dem Organisten zum ersten Mal möglich, das Geschehen in der Kirche vom Spieltisch aus zu sehen, was bisher durch das Rückpositiv in der Emporenbrüstung nicht möglich war.

Inzwischen wurden erste Versuche unternommen, den Winddruck der einzelnen Teilwerke neu festzulegen. Anfang September wird endgültig entschieden, wie hoch der Winddruck in den einzelnen Teilwerken sein wird. In jedem Fall wird er wesentlich höher, als nach dem letzten Umbau von 1979. Der Winddruck lag teilweise bei weniger als 60mm/WS, was insbesondere dazu führte, dass die historischen Register wenig sprachen.

In dieser Woche wird die Spieltraktur der Orgel nachreguliert. Der Druck jeder Taste und jedes Pedals wird für die einzelnen Teilwerke auf gleiches Niveau gebracht.
BP 23.08.2010


Heute wurde zusammen mit dem Orgelsachverständigen der Landeskirche Manfred Schwarz die ersten vom Intonateur bearbeiteten Probetöne in ‚Ohrenschein’ genommen. Die Planungen sahen vor, dass sich das Klangbild der Orgel wieder mehr dem der deutschen Spätromantik annähern sollte. Nach den ersten Versuchen steht nun fest, dass Guido Schumacher dieses Ziel mit dem restaurierten Pfeifenmaterial, in Verbindung mit einem deutlich höheren Winddruck als in den vergangenen 60 Jahren, sehr gut erreichen kann. Die historischen Register von Schulze und Walcker kommen nun nach und nach ihrer ursprünglichen Klanggestalt näher. Die Intonationsarbeiten werden im Oktober beginnen. Die Probetöne lassen bereits jetzt Großartiges erahnen!

Bis zum Beginn der Intonationsarbeiten wird die Spielmechanik der Orgel weiter bearbeitet und weitere technische Arbeiten an der Orgel durchgeführt.
BP 07.09.2010   

Inzwischen rückt die Orgeleinweihung näher. Einzelne Töne werden von den Kirchenbesuchern in den nächsten Wochen immer wieder zu hören sein.

Im Rückpositiv sind nun bis auf Zimbel und Dulzian alle Register eingebaut. Heute beginnt der Orgelbauer mit der Neu-Intonation der Register des Rückpositivs.
BP 12.10.2010

Die Arbeiten an der Orgel schreiten in großen Schritten voran. Das Rückpositiv ist nun fast fertig intoniert, es fehlt nur noch ein Register. Weil die Stöcke noch verändert werden müssen, ist dieses Register (Sesquialter) jedoch noch in der Orgelbauwerkstatt in Belgien. Im Hauptwerk stehen bis auf die Trompete 8’ und Teile der Quinte 2 2/3’ alle Register an ihrem Platz. In diesen Tagen beginnen die Intonationsarbeiten im Hauptwerk.
BP 25.10.2010

Bis zur Orgeleinweihung sind es nun nur noch wenige Tage. Die Arbeiten in der Kreuzkirche gehen gut voran. In dieser Woche werden alle Labialregister eingebaut und intoniert sein. Bis Mitte der kommenden Woche folgen dann die Manual- und Pedalzungen.
Inzwischen laufen auch die Vorbereitungen zur Wiedereinweihung unserer Orgel: Der Gottesdienst am 28. November 2010 wird von der Kreuzkantorei und dem Kammerorchester der Kreuzkirche mitgestaltet. Zur Wiedereinweihung wird es in der Kirche auch eine Fotoausstellung über die Geschichte der Orgel der Kreuzkirche und ihre diesjährige Restaurierung geben.
Es besteht ferner die Möglichkeit eine umfangreiche Festschrift zur Wiedereinweihung zu erwerben. Ebenso können Konzertkarten für die „Abendkonzertreihe“ zur Wiedereinweihung der Orgel, die im Januar 2011 startet, erworben werden. Termine und weitere Info’s gibt es am 28. November 2010 in der Kreuzkirche und demnächst auch hier auf dieser Seite.
BP 15.11.2010





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