in der Ev. Kreuzkirchengemeinde
Oft schon war es fast so weit. Nun ist es tatsächlich so. Wenn diese Zeilen gedruckt werden, habe ich die Kreuzkirchengemeinde inoffiziell bereits verlassen und arbeite in der Petrus-Gemeinde.
In diesem Artikel erfahren Sie alles über die
Orgelrenovierung. Die Informationen sind chronologisch angeordnet. Björn Pfadenhauer bringt uns immer wieder auf den
aktuellen Stand!
Letzte Aktualisierung: 17.01.2011
Pfeifenmaterials kann nun wieder in die Orgel eingebaut werden
(insbesondere Pfeifen der ursprünglichen Hauptwerksregister Trompete 8'
und Gambe 8' von Walcker aus dem Jahr 1902). Dies führt allerdings
dazu, dass die ursprüngliche Dispositionsplanung (glücklicherweise) nun
an zwei Stellen korrigiert werden muss, weil die Berücksichtigung des
Einbaues der historischen Substanz für das Presbyterium hohe Priorität
besitzt.
Turmraum hinter der Orgel. Der alte Aufstellungsort war
deshalb ungünstig, weil der Motor die Luft nicht aus dem Inneren der
Kirche, sondern aus dem Turmraum ansog, was insbesondere im Winter dazu
führte, dass die Temperaturunterschiede sowie die unterschiedlich hohe
Luftfeuchtigkeit der kalten Turmluft und der geheizten Kirchenluft,
Windladen sowie Pfeifenmaterial stark strapazierten. Dieses Problem
besteht zukünftig nicht mehr.Heute wurde die Disposition der Orgel neu
festgelegt. Sie lautet nun wie folgt:
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Rückpositiv |
Hauptwerk |
Schwellwerk |
Pedal |
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Gemshorn 8' (W) |
Bordun 16' (S) |
Liebl. Gedackt 16' (S) |
Prinzipal 16' (W) |
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Liebl. Gedackt 8' (S) |
Prinzipal 8' (B) |
Geigenprinzipal 8' (W) |
Subbass 16' (S) |
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Prinzipal 4' (B) |
Hohlflöte 8' (S) |
Salicional 8' (S) |
Oktavbass8' (S & neu) |
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Gedackt 4' (S) |
Gambe
8' (teilw. W) |
Voix céleste 8' (W) |
Violoncello 8' (neu & W) |
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Oktave
2' |
Oktave 4' (S&B) |
Oktave 4' (W) |
Gedacktbass 8' (S) |
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Flöte
2' |
Rohrflöte 4' (W) |
Fluite harmonique 4' (W) |
Choralbass 4' (W) |
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Sesquialter II (R) |
Quinte 2 2/3' (S) |
Viola 4' (S) |
Posaune 16' (S) |
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Quinte 1 1/3 (Vorabzug) |
Oktave 2' (S) |
Harmonia aetheria III (W) |
Trompete
8' |
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Zimbel III 1' (R) |
Mixtur IV 2' (R) |
Oboe 8' (W) |
Clairon 4' (R) |
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Dulzian 8' (R) |
Trompete 8’ (teilw.
W) |
Tremulant |
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Tremulant |
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2 Manualkoppeln |
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3 Pedalkoppeln |
neuen Winderzeuger angeschlossen. Der Winddruck der Orgel soll
heraufgesetzt werden; er soll sich – soweit möglich – dem der Walcker-Orgel von 1902 annähern. Das erste restaurierte
Register wurde inzwischen aus der Orgelbauwerkstatt in Belgien zurück nach
Herne gebracht. Es steht noch auf der Empore und wird der nächsten Zeit
eingebaut. Die Urlaubszeit beginnt auch für die Orgelbauer, sodass in den
nächsten Wochen die Fortschritte kleiner ausfallen werden.Der Orgelbauer hat inzwischen zwei Kameras an der Orgel
montiert und einen Monitor am Spieltisch installiert. Nun ist es dem Organisten
zum ersten Mal möglich, das Geschehen in der Kirche vom Spieltisch aus zu
sehen, was bisher durch das Rückpositiv i
n der Emporenbrüstung nicht möglich
war.
Inzwischen wurden erste Versuche unternommen, den
Winddruck der einzelnen Teilwerke neu festzulegen. Anfang September wird endgültig
entschieden, wie hoch der Winddruck in den einzelnen Teilwerken sein wird. In
jedem Fall wird er wesentlich höher, als nach dem letzten Umbau von 1979. Der
Winddruck lag teilweise bei weniger als 60mm/WS, was insbesondere dazu führte,
dass die historischen Register wenig sprachen.
In dieser Woche wird die Spieltraktur
der Orgel nachreguliert. Der Druck jeder Taste und jedes Pedals wird für die
einzelnen Teilwerke auf gleiches Niveau gebracht.
BP 23.08.2010
Klangbild der Orgel wieder
mehr dem der deutschen Spätromantik annähern sollte. Nach den ersten Versuchen steht
nun fest, dass Guido Schumacher dieses Ziel mit dem restaurierten
Pfeifenmaterial, in Verbindung mit einem deutlich höheren Winddruck als in den
vergangenen 60 Jahren, sehr gut erreichen kann. Die historischen Register von
Schulze und Walcker kommen nun nach und nach ihrer
ursprünglichen Klanggestalt näher. Die Intonationsarbeiten werden im Oktober
beginnen. Die Probetöne lassen bereits jetzt Großartiges
erahnen!Bis zum Beginn der Intonationsarbeiten wird die Spielmechanik
der Orgel weiter bearbeitet und weitere technische Arbeiten an der Orgel
durchgeführt.
BP 07.09.2010
Im Rückpositiv sind nun bis auf Zimbel und Dulzian alle Register eingebaut. Heute beginnt der
Orgelbauer mit der Neu-Intonation der Register des Rückpositivs.
BP 12.10.2010
Die Arbeiten an der Orgel schreiten in großen
Schritten voran. Das Rückpositiv ist nun fast fertig intoniert, es fehlt nur noch
ein Register. Weil die Stöcke noch verändert werden müssen, ist dieses Register
(Sesquialter) jedoch noch in der Orgelbauwerkstatt in
Belgien. Im Hauptwerk stehen bis auf die Trompete 8’ und Teile der Quinte
2 2/3’ alle Register an ihrem Platz. In diesen Tagen beginnen die
Intonationsarbeiten im Hauptwerk.
BP 25.10.2010